Samenbomben

Ihr habt sicherlich schonmal was von Guerilla Gardening oder Samenbomben gehört – oder nicht? Dann schaut euch mein ‚Rezept‘ an – und was ich damit sonst noch so mache.

Im Grunde geht es darum, das Stadtbild durch das gezielte Ausbringen von Blumensamen zu verschönern und zu bereichern. Dafür nutzt man z.B. Samenbomben – diese enthalten neben den Samen auch etwas Erde und Ton, quasi als kleine Starthilfe und damit man gezielt auch z.B. schlecht erreichbare Stellen ‚versorgen‘ kann.

Die Samen sind eine Mischung von Blühpflanzen, du kannst auch (deine eigenen) Samen ernten und verwenden – das ist am Natürlichsten und Nachhaltigsten. Grundsätzlich sollten keine invasive Arten ausgebracht werden. Als Erde kannst du normale Gartenerde oder Erde aus dem Baumarkt (natürlich ohne Torf und ohne Guano) nutzen, damit das ganze besser zusammenhält muss ein Teil Ton dazu – ich nutze einfaches Katzen-Klump-Streu.

Blühende Pflanzen sind nicht nur schön für uns anzusehen, sondern dienen als Nahrungsquelle und damit Lebensgrundlage für eine Vielzahl von Insekten und Vögeln. Diversität wird geschaffen und erhalten und unsere Aufmerksamkeit auf die Schönheit der Natur gezogen.

Ausgebracht werden die kleinen Bomben durch in die Erde drücken oder bei entlegeneren Stellen durch gezieltes Werfen – somit kannst du verwahrloste Baumscheiben, vernachlässigten Blumenkästen und andere brachliegende Flächen zu neuem Leben errwecken. Damit deine Blumen eine Chance haben, solltest du natürlich einen Ort wählen, der nicht in den nächsten Wochen wieder bebaut/umgegraben wird. Selbstverständlich haben die Samen-Bomben nichts auf dem penibel gepflegten Rasen deines Nachbarns zu suchen. Dafür könntest du natürlich gerade in den ersten Wochen deine ausgebrachten Samenbomben gießen. Aber auch, wen du sie nur ihrem ‚Schicksal‘ überlässt, werden sich die Arten durchsetzen, die tatsächlich eine Überlebenschance an ihrem neuen Standort haben.


Rezept für ca. 20 Samenbomben:

  • 125 g Erde/Kompost (torffrei und ohne Guano)
  • 100 g Katzenklumpstreu
  • 5 g Samen (etwas mehr als ein EL)
  • etwa 50 ml Wasser

Als erstes alle trockenen Zutaten gut mischen. Dann langsam Wasser dazugeben und probieren, ob sich die Kugeln gut formen lassen. Es ist so in etwa wie Schneebälle formen.

Die Erde könnt ihr vorher etwas sieben, dann stören die größeren Stücke nicht beim Rollern!

Samenbomben gut trocknen lassen bei Zimmtemperatur für zwei bis drei Tage oder bei knapp 50°C im Ofen bei geöffneter Tür für 2h.


Bei mir gab es Samenbomben dieses Jahr z.B. als kleine Aufmerksamkeit zu Ostern – nett verpackt in einem Brot-Beutel mit schönem Etikett. Die Samenbomben kann man auch wunderbar mit Kindern basteln – das herum matschen macht ihnen unheimlichen Spaß – zum Beispiel zum Kindergeburtstag, Straßenfest oder einfach so zwischendurch. Auch als kleines Gastgeschenk sind die Samenbomben ideal und können einen nachhaltigen Eindruck bei euren Gästen hinterlassen.

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3 Gedanken zu “Samenbomben

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